1. Kriterium

Mehr als eine Unterschrift

Gustav-Woehrnitz-Mittelschule will Fairtrade-Schule werden

 

Die Schüler der GWS Lohr möchten mit ihrer Unterschrift einen Beitrag zum faireren Handel leisten. Hierfür unterzeichneten sie am vergangenen Dienstag ihren „Fairtrade-Kompass“.

Die Erstellung und Unterzeichnung des Fairtrade-Kompass ist der Startschuss eines Schulprojekt, das sich dauerhaft an der Mittelschule etaplieren soll. Nicht nur im Unterricht ist  „Fairtrade“ von nun an ein wichtiger Bestandteil, auch in den Pausen und mit Projekten möchten die Schüler des Fairtrade-Teams auf die Möglichkeiten des fairen Handels aufmerksam machen. Das Ganze unterliegt den fünf Kriterien der Fairtrade-School-Auszeichnung, die innerhalb des nächsten Jahres erreicht werden soll.

Anstoß hierzu gab die Bewerbung der Stadt Lohr zur  Auszeichnung Fairtrade-Town, die somit dem fairen Landkreis Main-Spessart folgt.  Die Zusammenarbeit der Lohrer Steuerungsgruppe Fairtrade-Town mit der Gustav-Woehrnitz-Mittelschule ist eine gute Basis für Kooperationen und mögliche außerschulische Projekte, die den Schulaltag bereichern und den Schülern die Möglichkeit bietet „fairtrade“ im altäglichen Leben zu erleben. So wird beispielsweise Weihnachtsschokolade im Lohrer Weltladen gekauft, um sie in der Schule als geheimes Weihnachtsgeschenk an Freunde zu verschicken. Auch zukünftige Besuche und Aktionen mit dem Eine-Welt-Vereins PAMOJA sind bereits angedacht.

Mit der fairen Weihnachtsschokolade und fairem Kaffee im Lehrerzimmer haben erste Produkte ihren Einzug ins Nägelseezentrum gefunden. „Und faire Rosen verkaufen wir am Valentinstag!“, so ergänzt Anna die zukünfrige Planung  an der GWS. „Die Schüler sind hoch motiviert und möchten etwas bewegen!“, so Kerstin Schwarz, Leitung des Teams. Was ist Fairtrade, welche Produkte gibt es, wo bekommt man sie, was ist besonders an diesem Produkt, wo kommt es her...- Fragen, denen das Team nachgeht und es schülertauglich in den Schulaltag integriert.  Die kleinen Experten freuen sich ihr Wissen an die Schulgemeinschaft weitergeben zu dürfen und somit Menschen zu unterstützen, die für ihre Arbeit ein verlässlichen Mindestlohn bzw. einen festgelegten Mindestpreis verdient haben.

Somit ein Projekt, das nicht nur eine Unterschrift ist, sondern hinter dem sehr viel mehr steckt. Als Mitglieder des Fairtradeteams findet das Vorhaben der Schüler durch die Schulleitung, die Lehrer, die Verwaltung und die Eltern große Unterstützung.

 

2. Kriterium

Wir haben einen Fairtradekompass erstellt, in dem alles steht, das wir erreichen möchten!

3. Kriterium

Unsere Fairtrade-Produkte an der Schule

4. Kriterium

Wie aus der Grafik erkennbar ist ein Lehrplanschwerpunkt im Fach AWT in der 7. Jahrgangsstufe „7.2 – wirtschaften für den Privaten Haushalt“. Dies war der Anlass sich genauer damit zu beschäftigen, was gewöhnlich gekauft wird. Wo gekauft wird und was die Bezeichnungen auf den Verpackungen bedeuten.

So entstand schließlich die Mindmap in Bezug auf Fairtrade Produkte. Wir machten uns kurzerhand auf und schauten in den Läden unserer Altstadt direkt nach. Welche Symbole stehen für fairgehandelte Produkte und wo kann ich sie kaufen? Die Offenheit der Ladenbesitzer kam uns sehr entgegen und wir durften uns wirklich auf die Fairtrade-Suche machen. Teilweise konnten echte Interviews mit den Geschäftsführer geführt werden, die stolz darüber geberichteten, warum sie sich dafür entschieden haben. Wir haben bei diesem Unterrichtsgang sehr viel direkt vor Ort gelernt und werden dies in Plakatform unserern Mitschülern am Schulfest präsentieren.

 

 

Fächerübergreifendes Projekt „Faire Rosen“

5.Jahrgangsstufe in PCB, AWT, Kunst und schließlich eine Aktion als Abschluss

Im Lehrplan der Mittelschule ist unter „3. Pflanzen in der Umbegung der Schule“ im Bereich PCB eine Grundlage für unser Projekt angelegt. Für die Lehrplaninhalte  „3.2 Aufbau der Blütenpflanzen“ und „3.3 Blüte ist kein Wunderwerk – Übung : Blüte ist nicht gleich Blüte“ haben wir uns die Rosenpflanze ausgewählt, da wir auf dem Schulgelände mehrere (Wild-)Rosensträucher haben.  Der Pflanzenaufbau wurde hier exemplarisch besprochen und der Blütenaufbau als ein Modell der Blütenanlage im Vergleich zu Gänseblümchen und Kirschblüte betrachtet.

Bei der Realbegegnung mit Rosen habe ich bewusst Fairtrade Rosen ausgewählt und schon stellte sich schnell die Frage, „Warum haben diese Rosen einen Anhänger (Fairtrade Label)?“ Den Schülern war das Symbol aus vorherigen Aktionen bereits bekannt, doch der Bezug zu den Rosen war ihnen unklar. So begann unsere Suche nach dem Unterschied zwischen Fairtrade Rosen und „gewöhnliche Rosen“. Mit einer Vielzahl an Informatione, Filmen usw. erarbeiteten sich die Schüler die Besonderheiten der Fairtrade Rosen.

Mit dem Wissen über die Vorteile der Fairtrade Rosen haben die Schüler beschlossen für die diesjährige Valentinsaktion auf Fairtrade Rosen zugreifen.  So kam das Fach AWT ins Spiel, denn hier ist das Planen von Projekten eine Kernkompetenz, die immer wieder aufgegriffen werden soll. Die Schüler überlegten, wie sie möglichst viele Schüler zum Kauf bewegen könnten. Es wurden Plakate im Kunstunterricht hergestellt, die nicht nur die wichtigsten Daten beinhalteten, sondern auch viele Informationen zum Thema fairer Handel mit Rosen präsentierten. Auch die Planung und Erstellung der Rosenanhänger war Bestandteil des AWT-Projekts.

Krönender Abschluss hatte das Projekt beim Verkauf der Rosenanhänger und schließlich beim Verteilen der Rosen. Ein toller Erfolg für ein faires fächerübergreifendes Projekt der 5.Klässler. Genauerer Bericht unter Kriterium 5!

5. Kriterium

1. Faire Schokolade in der Mittelschule

Die jährliche Weihnachtspost, bei der die Schüler der Gustav-Woehrnitz-Mittelschule sich Weihnachtsgrüße schicken können, wurde in diesem Jahr durch faire Weihnachtsschokolade aus dem Lohrer Weltladen ergänzt...

Faire Schokolade in der Mittelschule

Die jährliche Weihnachtspost, bei der die Schüler der Gustav-Woehrnitz-Mittelschule sich Weihnachtsgrüße schicken können, wurde in diesem Jahr durch faire Weihnachtsschokolade aus dem Lohrer Weltladen ergänzt. Anonym oder auch mit Absender und kleinem Gruß wurden heute die rund 50 Schokoladen von den schuleigenen Weihnachtsfrauen verteilt. Eine tolle Aktion, die durch das Fair-Trade-Team „Greenteam“ organisiert und durchgeführt wurde. Das Team hatte in den letzten Wochen fleißig Postetiketten für die Schokolade verkaufte, die nun an den Schokoladen angebracht und von den Weihnachtsfrauen überreicht wurden. Viele Schüler waren von dem schokoladigen Gruß überrascht und haben sich sehr gefreut. Mittels Plakaten versuchte das Team auch über die Herkunft, die Herstellung und den Handel mit Schokolade zu informieren. Zusätzlich zum Weihnachtsschokoladenverkauf wurden selbstgebackene Plätzchen und fairer Tee angeboten. „Der erwirtschaftete Gewinn kommt in einen großen Spendentopf, der sich bis zum Ende des Schuljahres stetig füllen soll und dann an einem Fair-Trade-Projekt übergeben werden soll.“, so die Mitorganisatoren des Projekts. Mit Hilfe dieser Aktionen erhofft sich das Team auch nachhaltig über das Thema Fair-Trade zu informieren. Denn durch weitere Projekte, die bereits in Planung sind, wird sich der faire Gedanke weiter in der GWS etablieren.

                                                                          

 2. „Flower to the people“ -  faire Rosen

Unter diesem Motto beteiligte sich das Greenteam der Gustav-Woehrnitz-Mittelschule an der deutschlandweiten Kampagne von TransFair e.V.. Den Rahmen bildet die Bewerbung der Mittelschule um den Titel „TransFair School“, den sie hoffentlich schon am Schulfest in den Händen halten kann. Passend zum Valentinstag entschied sich das Schulteam um Kerstin Schwarz in diesem Jahr auf Fairtrade Rosen zurückzugreifen und somit einen Beitrag zum fairen Handel mit Rosen zu leisten. Viel Informationen wurden über dieses Thema im Vorfeld erarbeitet und konnten so als Basis für unsere Aktion genutzt werden. Auch die Werbeplakate der Aktion wurden von Hand gestaltet und mit vielen Informationen rund um das Thema „faire Rosen“ ergänzt. So konnte in der letzten Woche vor den Faschingsferien  Blumenanhänger mit Grüßen gekauft werden.  Die Rosen wurden teils unter Geheimhaltung des Absenders innerhalb der Mittelschule verschickt. „Ob ich eine Rose bekomme!?“, so Lisa, die schon vor den Faschingsferien mit ihren Freundinnnen spekulierte. Und tatsächlich kamen knapp 60 Rosen zusammen, die am Montag Morgen mit den Grußkärtchen an strahlende Schüler und Schülerinnen übergeben werden konnten, so war auch in der GWS ein Hauch von Valentinstag zu erleben. Den erwirtschafteten Gewinn dieser Aktion fleißt in das Spendenfaß für ein Fairtrade Kakao Projekt in Peru, über das wir im April vieles erfahren werden.

Die Auszeichnungsfeier