Der JUNK-ROOM

Zwei Klassen der 9 .Jahrgangsstufe der Gustav-Woehrnitz-Mittelschule Lohr a.Main haben sich auf den Weg gemacht ein Zimmer aus Müll zu gestalten. Ziel war es, nur Gegenstände zu verwenden, die wirklich auf dem Müll gelandet wären. Alte T-shirts, alte Gürtel, ein Fernseher und eine Lampe aus Oma`s-Zeiten, Schulbücher des veralteten Lehrplans, ein ausgedientes Terrarium, altes Bauholz und PET-Flaschen ohne Etiketten. Mit viel Engagement, Zeit und Farbe haben die Schüler ein tolles Jugendzimmer zum Chillen gestaltet. 

Die Aktion findet in Kooperation mit der Fairtrade-Steuerungsgruppe der Stadt Lohr a.Main und dem ansässigen Weltladen Pamoja statt. Sie haben im ersten Ausstellungszeitraum die Ausstellung "Glänzende Aussichten" nach Lohr geholt. Misereor setzt sich in dieser mit dem Thema der Umweltverschmutzung, der Übermüllung des Lebens  und des fehlenden Bewusstseins hierfür auf satirische Art und Weise mittels Karikaturen auseinander.

Mit Hilfe dieser Zusammenarbeit ist es uns ermöglicht worden ein Gesamtkonzept zum Thema "Abfallvermeidung" umzusetzen. Ebenfalls beteiligen sich Projekte aus dem Gymnasium und der örtlichen Grundschule, dies hilft uns viele Schichten der Bevölkerung für das Thema durch Besuche in der Ausstellung zu sensibilisieren. 

Wir freuen uns auf eine tolle Aktion!

Bilder der Vernissage

Wege aus der Wegwerfgesellschaft: Gib Dingen ein zweites Leben

Die Gustav-Woehrnitz-Mittelschule aus Lohr ist Teil der Europäischen Woche der Abfallvermeidung 2017

 

Vom 18. bis 26. November 2017 findet Europas größte Kommunikationskampagne für Abfallvermeidung statt - die Europäische Woche der Abfallvermeidung (EWAV). Tausende öffentlicher Aktionen zeigen dann bereits zum achten Mal europaweit Alternativen zur Wegwerfgesellschaft und Ressourcenverschwendung auf.

Auch in Lohr ist die Gustav-Woehrnitz-Mittelschule mit der Aktion „Der JUNK-ROOM“ dabei. Hierbei haben Schüler ein gemütliches Zimmer aus „Abfall“ hergestellt. Ausgediente T-shirts, leere PET-Flaschen, Möbelstücke aus Oma`s Zeiten wurden in hippe Designer-Möbel verwandelt. An zu schauen ist der JUNK-ROOM von 19.11.-30.11.17 in der Alten Turnhalle Lohr während der Öffnungszeiten der Ausstellung „Glänzende Aussichten“, die durch Fairtrade Steuerungsgruppe der Stadt Lohr a.Main organisert wird.

„Wir unterstützen die Kampagne, um für einen nachhaltigen Umgang mit Produkten zu werben. Abfallvermeidung fängt im Kleinen an. Jeder einzelne kann etwas tun, darauf wollen wir mit unserem JUNK-ROOM aufmerksam machen.“, sagen Katharina Heil und Kerstin Schwarz, die das Projekt mit ihren Klassen durchführen.

Das diesjährige Motto lautet „Gib Dingen ein zweites Leben!“. Für Deutschland ist dies ein wichtiges Thema, denn auch hierzulande wandern zu viele Dinge in den Müll, die eigentlich dort noch gar nicht hingehören. Ob Handy  oder Waschmaschine, Spielzeug  oder  Kleidungsstück: Es lohnt  sich, nach Alternativen zum Wegwerfen zu suchen. Reparieren und Wiederverwenden heißt die Devise!

Die lokalen Aktionen werden begleitet von der zentralen  Auftaktveranstaltung in Berlin, die sich am 20. November der Frage widmet: „Wie kann Reparatur in Deutschland gestärkt werden?“

 

Abfallvermeidung und  Wiederverwendung stehen an der Spitze der EU-weit geltenden Abfallhierarchie. Akteure aus Wirtschaft und Industrie, Verwaltung, Bildung und Zivilgesellschaft sind dazu aufgerufen, mit eigenen Aktionen innovative Ideen und zukunftsweisende Projekte rund um die Abfallhierarchie zu präsentieren.

 

Auf der Website www.wochederabfallvermeidung.de sind  alle Beiträge aus Deutschland in einer Aktionskarte zusammengefasst. Die Aktionswoche wird seit 2009 durch die Europäische Union gefördert. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) koordiniert die Aktivitäten für Deutschland. Die Kampagne wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Reaktorsicherheit und Bau mit Mitteln zur Unterstützung der Europäischen Klimaschutzinitiative gefördert und vom Umweltbundesamt begleitet.